Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl e.V.

Aktuell Wir über uns Umweltthemen Projekte Links Impressum

Aktuell

Willkommen

BI aktiv / Archiv

Veranstaltungen

Luftqualität Oberrhein

© 2007-2010  Bürgerinitiative
Umweltschutz Kehl e.V.

BI Archiv

  • Mahnwache und Demonstrationen zum Jahrestag
    (Kehl) Zu einer Mahnwache anlässlich des ersten Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima lädt die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Kehl am Montag, 12. März 2012, 18 Uhr auf den Kehler Marktplatz ein.
    Bereits am Samstag, 10. März 2012 veranstaltet ein Aktionsbündnis von Atomkraftgegnern um 14 Uhr eine Demonstration in Fessenheim, an der sich auch Vertreter der BI Umweltschutz Kehl beteiligen. Zur Bildung von Fahrgemeinschaften nach Fessenheim treffen sich Atomkraftgegner am Samstag 10. März 2012 um 12 Uhr am Parkplatz des Einstein-Gymnasiums Kehl, an der Vogesenallee.
    Ebenfalls am Samstag lädt die die BI Umweltschutz Offenburg zu einem Themenabend „Von Wyhl bis Fukushima“. Sie zeigt den Film „S' Weschpenäscht“. Er dokumentiert den Bürgerkampf gegen das geplante Atomkraftwerk Wyhl 1970 bis 1982. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im KiK (Kultur in der Kaserne, Weingartenstraße 34 c, Offenburg). Der Liedermacher Roland Burkhart (Waldkirch), wird in den Abend einführen und Lieder aus der Zeit der Wyhl-Proteste singen.
    Nach einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami kam es in dem Atommeiler vor einem Jahr zu einer Kernschmelze mit verheerenden Auswirkungen in ganz Japan. Die Unfälle in Harrisburg (USA), Tschernobyl (Ukraine) und Fukushima haben zu tausendfachem Leid und Tod von Menschen geführt. Auch direkt vor unserer Haustür bedroht Fessenheim (Elsass), der älteste Atommeiler Frankreichs, die Gesundheit und das Leben nicht nur der Bürger am Oberrhein. Die BI Umweltschutz unterstützt den breiten Protest, der auch von Landkreisen und Kommunen getragen wird. Bauartbedingt und unzureichend gegen Erdbeben und Flugzeuge gesichert, sei das Atomkraftwerk als „Zeitbombe“ zu betrachten, so die BI Umweltschutz Kehl.
    In diesem Zusammenhang weist die Initiative auch auf die Lebensfeindlichkeit dieser Risikoenergie hin. Die Nutzung der Atomkraft vernichte Leben in der ganzen Kette vom Uran-Abbau über den AKW-Betrieb bis hin zur weltweit immer noch nicht gesicherten Endlagerung des Atommülls. Dies zeigen die verheerenden Zustände im Atommüllager „Asse“. Während die Gewinne der Atomnutzung bei den Stromkonzernen bleiben, müssen die Kosten für die Sanierung in Milliardenhöhe von den Bürgern bezahlt werden.
    Die Bürgerinitiative fordert daher den Ausstieg aus der menschen- und umweltverachtenden Atomenergie. Als geschmacklos und als blanker Zynismus der deutschen Bundesregierung erscheine die vorverlegte Absenkung der Solarförderung auf den 9. März 2012. Bereits jetzt sind die Industrien mit hohem Stromverbrauch von der Ökosteuer ausgenommen. Bis zu 600 energieträchtige Unternehmen sind von Gebühren für das Stromnetz befreit. Rund 320 Millionen Euro müssen daher von Privathaushalten und kleineren Unternehmen getragen werden. Es muss alles getan werden zur konsequenten Umsetzung der Energiewende mit dem Ziel einer atomfreien, sicheren Zukunft für die heutige und für nachfolgenden Generationen.
  • Kehler Montagsspaziergänger fordern sofortige Energiewende und Stilllegung von Atomanlagen
    Kehl, 18. Januar 2011 Bei ihrem Montagsspaziergang gegen Atomkraft vom Kehler Rathaus zur Friedenskirche stimmten die Teilnehmer der „Mainzer Erklärung“ mit den darin enthaltenen Forderungen zu. Verabschiedet wurde die Erklärung am vergangenen Wochenende bei einem Netzwerktreffen von über 60 atomkritischen Initiativen und Verbänden in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.
    Immer mehr Bundesbürger seien mit der Energiepolitik der schwarzgelben Regierung in Berlin nicht einverstanden. Diese Politik sei rückwärtsgewandt, verantwortungslos gegenüber der Bevölkerung und künftigen Generationen sowie ein Kniefall vor den Profitinteressen der Großkonzerne. Hunderttausende gingen daher in Deutschland auf die Straße und würden dies weiter tun, bis die Politik einlenke und das Wohl der Menschen und der Umwelt berücksichtige. In über 60 deutschen Städten werden jeden Montag der Protest und die Forderungen nach einer zukunftsorientierten Energiepolitik öffentlich gemacht. In der jetzt in Mainz verabschiedeten Erklärung fordern die Inititativen:
    • Klimaschutz und Energiewende jetzt! Die risikoreichen und klimaschädlichen Energieerzeugungen durch Atomkraft, Kohle und Öl und der verschwenderische Umgang mit Energie und Natur muss sofort und wirksam zurückgefahren werden zu Gunsten der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien. Vorrang und Förderung von Sonne, Wind und Wasser!
    • Atomanlagen stilllegen! Die von Schwarzgelb hastig und gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke muss unverzüglich zurückgenommen werden. Besonders die maroden Altmeiler sind sofort stillzulegen, der Ausstieg aus der Atomwirtschaft muss zügig und unumkehrbar eingeleitet und vollzogen werden. Castor-Transporte und der Ausbau des Endlagers Gorleben sind zu stoppen.
    • Atompolitiker abwählen! Politiker, die die Profitinteressen von Konzernen über den Willen und das Wohl der Bevölkerung stellen, haben in Parlamenten und Regierungsämtern nichts zu suchen. Die schwarzgelbe Bundesregierung muss ihren Atomkurs deutlich korrigieren oder zurücktreten. Bei allen anstehenden Wahlen sind nur Politiker/innen wählbar, die sich nachweislich für Klimaschutz und eine Energiewende einsetzen und den Ausstieg aus Atom und Kohle vorantreiben.
    Die „Montagsspaziergänger“ und weitere Initiativen des Netzwerkes wollen sich aktiv in die bevorstehenden Landtags- und Kommunalwahlen einmischen und hier die Energiepolitik zum Thema machen. Gleichzeitig verpflichteten sie sich, bei den Verbrauchern dafür zu werben, von den Atomkonzernen Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW zu zertifizierten Ökostromanbietern zu wechseln. Schließlich beteiligen sie sich an der Vorbereitung von Großdemonstrationen und Menschenketten an Atomanlagen am 12. März 2011 in Baden-Württemberg sowie bundesweit am 25. April 2011, dem Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl.
    In Kehl beginnen die Anti-Atom-Spaziergänge jeweils montags um 17.30 Uhr am Rathaus.
  • Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl zieht Bilanz und blickt nach vorn
    (Kehl)  Zu ihrer Jahreshauptversammlung treffen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl am Dienstag, 16. November 2010 um 20 Uhr im Gemeindesaal St. Maria in Kehl, Haydnstraße 1
    (im Untergeschoss des Kindergartens).
    Der Schwerpunkt des Tätigkeitsberichts des Vorstands wird auf dem sogenannten „Naturholzzentrum Kehl“ (NHZ) liegen. Mit dem zwischenzeitlich durch die Stadt Kehl genehmigten Pelletwerk wird es in erheblichem Umfang Staub und Feinstaub emittieren. Für das Heizkraftwerk prüft das Landratsamt des Ortenaukreises derzeit noch den Genehmigungsantrag. Hier hat die Betreiberfirma unter anderem die Emission von 132 Tonnen Stickoxiden beantragt. Gegen die weitere Belastung der Luft im Raum Kehl-Strasbourg durch das NHZ hatten sich 2000 Bürger in einer Unterschriftenaktion ausgesprochen. Die BI Umweltschutz Kehl hatte unterstützt durch Gutachter ihren Widerspruch geäußert und im Rahmen rechtlicher Möglichkeiten Einwendungen erhoben. Weitere Themen der Versammlung werden die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Umweltinitiativen in Straßburg sowie die Bemühung um ergänzende Messungen zur Messstelle Kehl-Hafen durch mobile Messungen sein. Ferner wird das Biodiesel-Projekt der UPM vorgestellt. Der finnische Konzern sieht im Betriebsgelände der STRACEL eine von drei Standortalternativen zur Produktion von Diesel aus einer Million Kubikmeter Restholz, Sägereiabfällen und Recycling-Holz.
    Nach Kassenbericht und Entlastung des Vorstands stehen Wahlen für den Vorstand auf der Tagesordnung. (1.11.2010)
  • Unterschriftenaktion gegen die beantragten Emissionen eines weiteren Heizkraftwerks
    und eines Pelletwerks auf dem ehemaligen Danzer-Gelände im Kehler Hafengebiet

    Knapp 2000 Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die beantragten Emissionen des „Naturholzzentrums“ (Heizkraftwerk und Pelletwerk) auf dem ehemaligen Danzer-Gelände im Kehler Hafengebiet gewandt. Die Unterschriften wurden am 21. Juni 2010 an den Kehler Oberbürgermeister Dr. Günther Petry vor der Sitzung des Verwaltungsausschusses überreicht. Der Genehmigungsantrag für das Pelletwerk wurde bei der Stadt Kehl eingereicht, für das Heizkraftwerk ist das Landratsamt des Ortenaukreises Genehmigungsbehörde. Auch dort übergaben Mitglieder der BI Umweltschutz Kehl am 17. August 2010 die gesammelten Unterschriften dem stellvertretenden Amtsleiter des Amts für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht.
  • Gutachter der BI Umweltschutz Kehl: Antrag für geplantes Pelletwerk nicht genehmigungsfähig
    (Kehl)  Im Kehler Hafengebiet plant die BK Bioenergie GmbH die Produktion von weiteren 75.000 Tonnen Holzpellets. Ferner will die ebenfalls zum Heidelberger Firmenverbund gehörende ECK Energiecontracting auf dem ehemaligen Danzer-Gelände ein Dampfheizkraftwerk bauen, in dem jährlich 96.000 Tonnen Frischholz und unbelastetes Altholz mit einem Wassergehalt von durchschnittlich 45 Prozent verbrannt werden sollen. Die Anträge zur Genehmigung weisen für das entstehende „Naturholzzentrum Kehl“ Emissionen von bis zu 59 Tonnen Staub und 134 Tonnen Stickoxide aus. Bei den Gerüchen wird an mehreren Stellen die Irrelevanzgrenze überschritten. 20.000 LKW pro Jahr sollen die Rohstoffe anliefern und Produkte abholen.
    Auf einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Kehl resümierte deren Gutachter Dipl. Ing. Peter Gebhardt, Institut für Umweltschutztechnik (Lollar), dass die Bandtrockner des Pelletwerks die problematischen Hauptemissionsquellen seien. Bei einem Abluftvolumenstrom von über 400.000 Kubikmeter Luft pro Stunde sei keine Abgasreinigung vorgesehen. „Die geplante Pelletanlage wird künftig den größten Staubemittenten im Kehler Hafen darstellen“, so Gebhardt.
    Nach derzeitigem Kenntnisstand führt die geplante Anlage auch zu schädlichen Umwelteinwirkungen durch Gerüche. Laut Prognose des Antragsstellers führen die Geruchsemissionen an mehreren Stellen zu einer Überschreitung der Irrelevanzgrenze. Angesichts dieser Überschreitungen sei „eine Genehmigungsfähigkeit nicht gegeben“, so das Fazit des Gutachters der BI Umweltschutz. Entweder sei der vorgelegte Genehmigungsantrag abzulehnen oder vom Antragsteller seien zusätzliche Emissionsminderungsmaßnahmen, insbesondere an den Bandtrocknen, zu ergreifen, die ein sicheres Unterschreiten der Immissionswerte für Gerüche gewährleisten. Zu Beginn der Veranstaltung hatte Dr. Roland Weghaupt, Arzt für Umweltmedizin und Mitglied im Vorstand der BI Umweltschutz Kehl, über die gesundheitlichen Gefahren von Feinstaub hingewiesen. Zahlreiche medizinische Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Feinstaub neben Erkrankungen der Lungen und der Bronchien auch zu Herz- Kreislauferkrankungen und Störungen des Gehirnstoffwechsels führen kann. Der ultrafeine Staub gelangt beim Gasaustausch an den Lungebläschen in die Blutbahn. Seriöse Studien zeigen, dass eine zusätzliche Feinstaubkonzentration von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel, die Gesamtsterblichkeit um sechs Prozent erhöht. Dem trägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Rechnung und empfiehlt eine Absenkung des derzeit gültigen Grenzwertes von 40 auf 20 Mikrogramm Feinstaub / Kubikmeter Luft im Jahresmittel. „Dieser von der WHO empfohlene Wert wird in Kehl permanent überschritten“, so Weghaupt.
    Mit 20 Tagen, an denen in Kehl bereits in diesem Jahr bei kontinuierlichen Feinstaubmessungen der gesetzliche Grenzwert überschritten wurde, belegt die Messstelle am Jachthafen den dritten Platz in Baden-Württemberg. Hinsichtlich der Vorbelastung forderte der Arzt vor weiteren Genehmigungen oder Baumaßnahmen die Aufklärung über auffällig erhöhte Schadstoffwerte an einem Messpunkt in unmittelbarer Nähe des geplanten Standorts für das Heizkraft- und für das Pelletwerk. Mit einer Unterschriftenaktion an die Genehmigungsbehörden fordert die BI Umweltschutz wegen der hohen Vorbelastung im Raum Kehl Straßburg und der beantragten Zusatzbelastung dazu auf, die Genehmigungen nicht zu erteilen. Für das Pelletwerk ist das Bauamt der Stadt Kehl zuständig, für das Heizkraftwerk ist es das Landratsamt des Ortenaukreises.
    Vertreter der Bürgerinitiative gegen das Pelletwerk in Ettenheim berichteten zum Abschluss der Veranstaltung über ihre Erfahrungen mit Staub-, Lärm- und Geruchsemissionen. (9.05.2010)