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  • BI Umweltschutz mit geleisteter Arbeit zufrieden
    (Kehl) Naturholzzentrum, Atomausstieg und Energiewende bestimmten den Rückblick der Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl bei ihrer Jahreshauptversammlung. Für den thematischen Dauerbrenner des Jahres 2010, dem „Naturholzzentrum Kehl“(NHZ) ist jetzt mit der Genehmigung des Heizkraftwerks durch den Ortenaukreis eine weitere Entscheidung gefallen. Zusammen mit dem bereits 2010 durch die Stadt Kehl genehmigten Pelletwerk soll auf dem ehemaligen Danzer-Gelände im Kehler Hafengebiet ein NHZ zur Wärme, Strom und Pelletproduktion entstehen. Aus Sicht des BI Vorstandes hat sich der Kampf gegen die ursprünglich geplanten Staub- Geruchs- und Stickoxidemissionen gelohnt. Mit der Genehmigung wurde für das bestehende Heizkraftwerk, für das neue Heizkraftwerk und für das Pelletwerk eine Reduzierung der Betriebsstunden pro Jahr festgelegt. Erst die Erhöhung des Kamins um 12 Meter führte zu einer prognostizierten Einhaltung der zusätzlichen Geruchsimmissionen. Als weitere Erfolge ihres Bemühens um eine Minimierung der Zusatzbelastung sieht die BI Umweltschutz die Auflagen von kontinuierlichen Messungen und der Meldepflicht an die Kontrollbehörde. Die Gesamtstaubemissionen dürfen maximal ein Viertel des Grenzwertes der TA Luft umfassen. Auch die erlaubte Stickoxidemission wurden in der Genehmigung gegenüber dem gesetzlichen Grenzwert um 20 Prozent abgesenkt, auf O,2 g/cbm Luft begrenzt und eine kontinuierliche Messung vorgeschrieben. Nach Beratung mit ihrem Rechtsanwalt und dem technischen Gutachter begrüßt die BI Umweltschutz das Ergebnis, dass der Anspruch der Betreiber auf Genehmigung mit dem Anspruch der Bürger auf Vorsorge für die Gesundheit durch die emissionsbegrenzenden Auflagen verknüpft wurde. Positiv bewertet die Bürgerinitiative auch, dass in zentralen Emissionen eine Gesamtbetrachtung beider Werke erfolgte. Das Pelletwerk, das vor allem wegen seiner anfangs geplanten hohen Staubemissionen in der Kritik stand, war bereits im September 2010 durch die Stadt Kehl genehmigt worden.
    Beteiligt war die BI Umweltschutz auch bei der Entwicklung eines grenzüberschreitenden Messprogramms (Atmo-IDEE), das 2012 im Eurodistrikt Ortenau-Strasbourg gestartet wurde. Nach Erhebung der Luftsituation in zwei Messkampagnen werden in dem Projekt Modelle erarbeitet, an Hand derer in Genehmigungsverfahren künftig Prognosen für die Auswirkung auf die Luft im Raum Kehl-Strasbourg erstellt werden können. Die BI Umweltschutz sieht in dem Projekt die Erfüllung einer langjährigen Forderung, die Gesamtbelastung der Luftschadstoffe zu erheben, um die Auswirkungen von zusätzlichen Emissionen zum Beispiel durch Erweiterungen oder Neuansiedlungen abschätzen zu können.
    Weitere Themenschwerpunkte im Berichtsjahr waren die Beteiligung an Protestveranstaltungen für eine baldige Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland und weltweit sowie Wege zum zügigen Ausbau erneuerbarer Energien.
    Für die geleistete Arbeit einstimmig entlastet wurden die Kassiererin Evelyn Siegrist sowie die drei Vorsitzenden Klaus Freudenberger, Karola v. Kampen und Dr. Roland Weghaupt. Alle wurden in ihren Ämtern bei der sich anschließenden Wahl bestätigt. Mit der Wahl von Christina Combrouze als Schriftführerin wurde der Vorstand vervollständigt.
    Die BI Umweltschutz feiert im kommenden Jahr ihr Bestehen seit 25 Jahren. Sie hatte damals die Initiative gegen einen geplante „Giftmüllofen“ im Kehler Hafengebiet ergriffen, die Bürger informiert und den Protest organisiert. Die Sonderabfallverbrennungsanlage konnte nach mehrjährigem Kampf politisch abgewendet werden. Bis in die Gegenwart sieht die BI Umweltschutz ihre Aufgabe darin, die Belastung der Umwelt durch Schadstoffe durch bestehende Betriebe zu reduzieren und, mit Hinweis auf die Vorbelastung, bei geplanten Neuansiedlungen die Emissionen zu verringern.