Die Blume des Monats Januar

Warum die Zaubernuss (Hamamelis x intermedia) so heißt, versteht man sofort, wenn man sie uns mitten in der Winterkälte wochenlang mit ihrer goldgelben Blütenpracht verzaubert. Wobei der Name eigentlich daher stammt, dass ihre Samen wie von Zauberhand herausgeschleudert werden, wenn die reifen Samenkapseln aufplatzen. Ihre Früchte sind also keine Nüsse und auch nicht essbar. Extrakte aus Rinde und Blättern der Virginischen Zaubernuss (Hamamelis virginiana), die bereits im Herbst blüht, werden in Medizin- und Kosmetikprodukten oft eingesetzt, um Hautverletzungen und Entzündungen wie Sonnenbrand zu heilen.

Ihre größten Zauberkräfte entfalten aber ihre leuchtend gelben oder je nach Sorte auch orangeroten Blütenbüschel, die auch leicht duften, im winterlich kahlen Garten. Die Zaubernuss benötigt einen windgeschützten Standort. Ideal sind ein humoser und eher feuchter Boden mit leicht saurer Erde. Da sie langsam wächst, sollte man sie nicht zurückschneiden. Als Heckenpflanze ist sie ungeeignet, da  sie keine Wurzeldruck verträgt und wird am besten als Einzelstrauch gepflanzt. Im Laufe der Zeit wird sie bis zu drei Meter hoch und fast ebenso breit. Die größte Wirkung entfalten ihre Zauberblüten vor einem dunklen Hintergrund – so wie am Kehler Altrhein nahe der Mediathek.