Wie alle Obstgehölze sind Birnbäume (Pyrus communis)im Frühjahr Tummelplätze für Bestäuberinnen. Bei einstelligen Temperaturen, wenn Honigbienen noch nicht fliegen, kann man gut beobachten, dass wir ohne Mauerbienen und Hummeln, aber auch Schwebfliegen, im Herbst nur wenig zu ernten hätten. Unsere heutigen Kulturbirnen sind Kreuzungen ausder heimischen Holzbirne (Pyrus pyraster), deren winzige Früchte roh kaum genießbar sind, und verschiedenen Wildbirnen aus Kleinasien. Die Römer brachten die ersten Kultursorten vor zweitausend Jahren zusammen mit Weinstöcken und Kastanienbäumen zu uns, was schon einen Hinweis auf den besten Standort gibt, nämlich sonnig, warm und windgeschützt. Heute gibt es rund 2.000 Sorten, von denen im Erwerbsanbau einige wenige wie ‚Williams Christ‘ oder ‚Conference‘ dominieren. Da Birnbäume sich nicht selbst befruchten können, braucht man für eine reiche Ernte im Garten (oder der Nachbarschaft) immer mindestens zwei Sorten, die zur selben Zeit blühen. Am besten lässt man sich in einer Baumschule beraten. Als Hochstamm werden Birnbäume bis zu 15 Metern hoch. Mittlerweile gibt es aber auch viele Züchtungen, die auf eine schwachwüchsige Unterlage veredelt wurden und nur 3 Meter Höhe erreichen. Von Säulenobst kann man oft schon ab dem zweiten Jahr ernten, dafür werden diese Bäume aber auch nicht so alt wie Hochstämme.
Im Sommer erscheinen auf den Blättern oft orangefarbene Flecken mit kurzen fingerartigen Pusteln. Diese stammen vom Birnengitterrost, einem Pilz, der im Winter auf Zuchtformen von Wacholder (Juniper chinensis und Juniper sabina) überdauert. Bei schwachem Befall schadet dies dem Baum und seinen Früchten aber nicht. Birnbäume pflanzt man am – wie die meisten Gehölze – am besten im Herbst. Dann können sie über den Winter bereits Wurzeln bilden und benötigen in ihren Jugendjahren weniger sommerliche Gießrunden, um gut anzuwachsen.

Auch das wohlbekannte Vergissmeinnicht gibt es in vielen verschiedenen Sorten, die ab Frühjahr oder Frühsommer mit einem Blütenmeer aus hellblauen Sternchen bezaubern. Die heimischen Sorten unterscheiden sich nach Standort und Lebensform: Während das eher kleine und Sonne liebende Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis) sich als einjährige Pflanze jedes Jahr neu aussät, ist das Wald-Vergissmeinnicht (M. sylvatica) zweijährig und das Sumpf-Vergissmeinnicht (M. palustris) sogar mehrjährig, also eine Staude. Die im Handel erhältlichen rosa und weiß blühenden Varianten stammen meist von Myosotis sylvatica ab, bevorzugen also leicht feuchten Halbschatten. Sie sind alle genügsam und benötigen am für sie richtigen Standort keinerlei Pflege. Der lateinische Name bedeutet „Mäuseöhrchen“, was sich auf die eher kleinen Blätter bezieht.
Mittlerweile kann man auch viele Sorten des Kaukausus-Vergissmeinnichts (Brunnera macrophylla) kaufen, deren Blüten unserem heimischen zum Verwechseln ähnlich sehen. Es handelt sich um Stauden mit bis zu 50 Zentimeter Wuchshöhe, die mit den Jahren im Beet recht breit werden können und sich deshalb als Bodendecker eignen. Oft haben die recht großen Blätter auffallende weiße Aderungen, zum Beispiel die Sorte ‚Jack Frost‘. Es benötigt einen nicht zu sonnigen und vor allem nicht zu trockenen Standort – dann muss man es höchstens in sehr heißen Sommern ein wenig gießen. Spätestens nach dem ersten Frost sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Auch nach strengen Wintern treibt das Kaukausus-Vergissmeinnicht zuverlässig wieder aus – die kennt es schließlich aus seiner Heimat.

