Die Blumen des Monats März

Der Rauling (Trachystemon orientalis) ist ein Raublattgewächs aus dem Kaukausus, der Türkei und Bulgarien. Bei uns ist er als Gartenpflanze bislang eher unbekannt, dabei hat er viele Qualitäten. Seine hübschen Blütentriebe erinnern an Borretsch, werden 20 bis 40 Zentimeter hoch und erscheinen noch vor dem Blattaustrieb: ab Ende Februar versorgt er Hummeln und Honigbienen mit Nahrung. Die Blätter werden im Sommer riesig, weshalb man pro Quadratmeter nur zwei Pflanzen setzen darf. Er gedeiht bestens im tiefen Schatten unter Gehölzen, wo viele andere Stauden kapitulieren und verträgt auch Trockenheit. Optimale Bedingungen hat er aber auf frischerem Boden – dann bildet er als Bodendecker über die Jahre einen dichten Bestand, der keine Pflege benötigt.  

Die Balkan-Anemone (Anemona blanda) wird auch Strahlen-Windröschen genanntund wächst wild in Südosteuropa, Vorderasien und im Kaukasus. Unsere Gärten bereichert sie seit vielen Jahren mit ihren meist hellblauen Blüten, wobei es auch Sorten in rosa und weiß gibt. Sie gehört ab dem späten Februar zu den ersten Frühlingsboten, öffnet ihre strahlenförmigen Blüten aber bis in den April hinein für hungrige Insekten. Sie wächst in nicht zu sonnigen Rasenflächen fast ebenso gut wie im Halbschatten unter Laubgehölzen. Durch Selbstaussaat verwildert sie über die Jahre zu lockeren Blütenteppichen, gerne zusammen mit Traubenhyazinthen und Schlüsselblumen. Sie benötigt keinerlei Pflege und gedeiht sogar am besten, wenn man sie einfach in Ruhe lässt.