Der Borretsch (Borago officinalis) gehört zu den unermüdlichen Dauerblühern im Garten: vom Frühsommer bis zum ersten Frost bildet er immer wieder neue Blütenstände. Die himmelblauen Sternchen mit den schwarzen Staubgefäßen sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch bei Honig- und Wildbienen sehr beliebt. Sie sind ebenso essbar wie die jungen Blätter, die leicht nach Gurke schmecken. Je nach Standort wird er bis zu 70 cm hoch und wächst eher aufrecht oder etwas gekrümmt.
Dieses hübsche Küchenkraut stammt aus Kleinasien und wurde seit dem frühen Mittelalter in Klostergärten kultiviert. Eigentlich ist er einjährig und sät sich geschützten, eher sonnigen Standorten bereitwillig selbst aus. Milde Winter übersteht er aber und blüht dann ein weiteres Jahr lang. Durchlässiger und nährstoffreicher Boden sagt ihm am meisten zu. Ansonsten ist er genügsam, benötigt keine Pflege (meist auch keine Wassergaben) und kann auch in Kästen oder Töpfen kultiviert werden. Falls er von Mehltau befallen wird, entsorgt man die Pflanzen am besten im Restmüll, damit der Pilz sich nicht weiterverbreiten kann.
