Die Blumen des Monats Juli

Die Wilde Möhre (Daucus carota) ist ein Doldenblütler und gehört damit zu einer Pflanzenfamilie, die in keinem Garten fehlen sollte. Es gibt viele heimische Vertreter, doch die Wilde Möhre ist unverwechselbar: zum einen duftet ihre Blätter nach Karotte, zum anderen sitzt in der Mitte ihrer Dolde eine schwarze Scheinblüte. Diese sieht aus wie ein kleiner Käfer und soll bestäubende Insekten anlocken. Und sie kommen gern zahlreich: vor allem zarte Wildbienen, verschiedene Käferarten und die harmlosen, Beeren verschmähenden Streifenwanzen lieben sie. Auch ihr Samenstand, der einem Vogelnest ähnelt, ist unverkennbar und sehr dekorativ.
Die Wilde Möhre wächst in der Natur an Wegrändern und in Wiesen. Sie benötigt einen sonnigen, trockenen und nicht zu nährstoffarmen Standort, an dem sie sich gut aussäen kann. Als zweijährige Pflanze bildet sie im ersten Jahr zunächst eine flache Blattrosette aus, aus der im zweiten Jahr dann der Blütenstand emporwächst.

Der Klettenkerbel (Torilis) unterscheidet sich von der Wilden Möhre durch die deutlich kleineren, verzweigteren Blütenstände. Während der ein- bis zweijährige Gemeine Klettenkerbel (T. japonica) halbschattige Standorte bevorzugt, wächst der einjährige Feld-Klettenkerbel (T. arvensis) meist auf Äckern und anderen sonnigen offenen Stellen. Beide blüht schon ab Juni und bilden dann sehr rasch Samen mit Borsten. Diese haken sich wie Kletten an Gartenhandschuhe, Kleidung oder Tierfell fest und werden so in der Umgebung verteilt. Da die Samen an zusagenden Standort extrem keimfreudig sind, kann der Klettenkerbel leicht lästig werden. Die jungen Pflanzen lassen sich aber trotz ihrer langen Wurzel leicht herausziehen. Größere Pflanzen verleihen Blumensträußen eine aparte Leichtigkeit.