Der Vortrag „Dioxine und PFAS – Umweltgifte für die Ewigkeit“ beginnt am 20. Januar 2026 um 19.30 Uhr im Zedernsaal der Stadthalle Kehl.
Dioxine und PFAS gehören zu den langlebigsten Schadstoffen. Sie reichern sich in Umwelt und Körper an und gefährden langfristig unsere Gesundheit. Während Dioxine vor allem als unerwünschte Nebenprodukte bei der Abfallverbrennung entstehen, werden PFAS gezielt für technische Anwendungen produziert. Sie sind im Alltag wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften sowie technischer Anwendungen vielfach nicht mehr wegzudenken.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Kehl konnte für einen Vortrag zu beiden Stoffen den Fachtoxikologen und Experten für die Risikobeurteilung von Schadstoffen Dr. M.B.A. Lothar Aicher gewinnen. Er arbeitet am Schweizerischen Zentrum für Angewandte Humantoxikologie (SCAHT) und hat einen Lehrauftrag an der Universität Basel.
Der Referent zeigt gesundheitliche Folgen der Giftstoffe auf, thematisiert welche Konsequenzen die unterschiedliche Herkunft der Stoffe für Vorsorge und Gesundheitsschutz haben und welche Regulierungsstrategien es für diese Chemikalien gibt.
In den beiden zurückliegenden Jahren hatten die Emissionen aus der Müllverbrennungsanlage Straßburg wiederholt die zur Gesundheitsprävention gesetzten Grenzwerte für Dioxine um ein Vielfaches überschritten. Auf öffentlichen Druck von Umweltverbänden und der Aufsichtsbehörde sowie nach einer Experimentierphase mit Aktivkohle wird der Müll der Eurometropole Straßburg inzwischen gemäß geltendem Grenzwert verbrannt.
Obwohl die PFAS in Outdoorkleidung, Backpapier und Bratpfannen vorkommen, ist ihre Gesundheitsgefährdung häufig nicht bekannt. Die Ewigkeitschemikalie wird inzwischen auch im Grundwasser nachgewiesen. Auch in Kehl führten erhöhte Werte bereits vorsorglich zur Schließung eines Reservebrunnens für Trinkwasser.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Von PFAS belasteter Boden in Bühl (Foto: Patricia Klatt)